Publikation Nr.
07-26
Autor:
Dominique Juilland

Bourbaki

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Vielen Schweizern ist der Name «Bourbaki» ein Begriff. Sie verbinden ihn aber vor allem mit dem Bourbaki-Panorama in Luzern, das die Internierung einer französischen Armee im Februar 1871 bei Les Verrières im Neuenburger Jura darstellt.

In der Fachliteratur und im schweizerischen Narrativ ist die im Panorama von Luzern nachgebildete Szene eine Episode des Deutsch-Französischen Krieges die als Internierung der Bourbaki-Armee in die Geschichte eingegangen ist, nach dem Namen ihres kommandierenden Generals.

In einer militärisch präziseren Terminologie handelt es sich aber um die Internierung der Reste der im Herbst 1870 gebildeten Armée de l’Est, dessen Aufgabe es gewesen wäre, die französische Besatzung von Belfort unter dem Kommando von Colonel Denfert Rochereau von der deutschen Belagerung zu befreien. Zum Zeitpunkt der Internierung standen diese Reste (87’847 von den ursprünglich 150’000 Soldaten) unter Führung von General de Division Clinchant, nachdem General Bourbaki ihm sechs Tage zuvor das Kommando übertragen und einen Selbstmordversuch unternommen hatte.

Hauptziel der Reise ist es, die verschiedenen Etappen der Kampagne der Armée de l’Est im Winter 1870/71, die zur Internierung geführt haben, im Gelände zu verfolgen. Da sich die Schlachten dieses Feldzuges in einem geographischen Raum ereignet haben, der europaweit ein operative, ja strategische, Bedeutung hat, nämlich die Trouée de Belfort (Burgunder Pforte) wird die Gelegenheit benutzt, um auch den Feldzug der 1ère Armée française unter dem Kommando von General Jean De Lattre de Tassigny im November 1944 zu studieren.

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