Publikation Nr.
20-26
Autor:
Hanns Stauffer

Thun: die Garnisonsstadt

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1817 verabschiedete die Tagsatzung das «Allgemeine Militair-Reglement für die Schweizerische Eidgenossenschaft». Sie bildete einen Generalstab, der schon in Friedenszeiten die Armee führen sollte. Die Ausbildung der Soldaten verblieb bei den Kantonen; die eidgenössische Armee fand sich für gemeinsame Manöver in sogenannten Übungslagern zusammen, wobei die Zusammenarbeit der kantonalen Truppen trainiert werden sollte. Für die Ausbildung der Kader schuf die Tagsatzung eine Zentralschule. 1818 bestimmte sie Thun zu deren Standort und als Übungsplatz für Truppenzusammenzüge. Als Vorzüge der Stadt nannte die Militäraufsichtsbehörde einerseits die Möglichkeiten, genügend Truppen und Material unterzubringen, andererseits das für Truppenübungen bestens geeignete Gelände direkt vor der Stadt. Zudem lag Thun ungefähr gleich weit entfernt von mehreren Kantonen, welche Artillerie stellten. Einer der Mitgründer der Zentralschule war Guillaume-Henri Dufour (1787–1875), später im Sonderbundskrieg der erste General der Schweizer Armee. Bis 1831 war er als Genie-Instruktor in Thun tätig.

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